Kleinspitze von den Schüpfer Zwergen

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Den Spitz der Witwe Bolte von Wilhelm Busch kennt wohl jeder. Spitzähnliche Hunde gab es schon vor achttausend bis zehntausend Jahren. Sie sind somit Angehörige einer uralten Naturrasse Nord- und Mitteleuropas, die bis heute sehr vital geblieben sind und bei artgerechter Haltung 14/15 Jahre und noch älter werden können.

Die Deutschen Spitze waren seit dem Mittelalter die Hunde der Kleinbauern und der Kleinbürger. Ihre Wachsamkeit war geschätzt. „Mistbeller“ nannte man sie, was damals ein Kompliment war, weil sie früher so gerne auf den strategisch wichtigen Aussichtspunkten (Mistgrube) standen, von denen sie alles übersahen und dann Alarm gaben. Als Beifahrer auf den Pferdefuhrwerken meldeten sie dem eingedösten Fahrer jede Veränderung und jede vermeintliche Gefahr, bewachten das Transportgut und machten auch als Binnenschiffer Karriere. Als nimmermüder Ausguck-Mann standen sie im Bug des Kahns und meldeten jede Untiefe, jeden daher treibenden Baumstamm. Sie bewachten selbstbewusst und unermüdlich Haus und Hof, meldeten unbestechlich jeden Fremden und bekämpften unerbittlich in den Ställen und Häusern Mäuse und Ratten. Sie jagten alles, was sich ohne Erlaubnis in ihrem Revier aufhielt und so erlangten sie den Ruf der Giftigkeit. Das Verjagen ist ihnen jedoch immer wichtiger gewesen als das Erjagen.

Über die Jahrhunderte hinweg war der Spitz somit der Hund an sich. Doch dann, vor gut 100 Jahren, begann die Zeit der Hundezucht und das Entstehen der inzwischen über 400 Hunderassen. Dadurch bedingt gehört er heute leider zu den vom Aussterben bedrohten Hunderassen, 2003 wurden er sogar zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres gewählt, bis auf den Zwergspitz. Er hatte Glück und wurde im Ausland populär.

Nur einmal noch kamen die Spitze wieder in Mode. In den unruhigen Nachkriegsjahren und der Wirtschaftswunderzeit, als es plötzlich wieder überall Spitzbuben gab, da waren die Spitzhunde plötzlich wieder gefragt. Weshalb die Spitzbuben dieser Welt die Spitzhunde auch nie leiden konnten. Heute steht leider dadurch der gesamte Genpool eines uralten Hundeurtyps auf der Kippe. In Japan hat man die Spitze z.B. zum Nationalerbe erklärt.

Der Spitz ist ein fröhlicher und schön anzusehender Familienhund, wie wir bereits hörten eine ganz alte Hunderasse, die Gott sei dank nie ein Modehund wurde und mit keinen Erbfehlern leben muss. Er ist dort zu Hause, wo sein Mensch zu Hause ist. Wir können Ihnen sagen, wer nie das Glück hatte, von einem Spitz ins Herz geschlossen worden zu sein, der hat etwas versäumt.

Denn Spitze sind keck, mutig, wachsam, pflegeleicht, agil, gesund und völlig unkompliziert, absolut anpassungsfähig, situationsbedingt lebhaft – aber auch ruhig, und einfach der ideale Begleithund (vor allem für Kinder und ältere Menschen), der immer auf seine Menschen fixiert bleibt. Außerdem verträgt er sich mit allen Tieren und hat nur einen geringen Jagdtrieb, ist hochintelligent und lässt sich zudem leicht erziehen und händeln im Alltagsleben. Aufpassen muss man nur, dass man ihn nicht zu dick füttert.

Sie sind kleine bis mittelgroße Hunde im wetterfesten, dichten Haarkleid, die ihre lange, buschige Rute platzsparend über den Rücken gerollt tragen. Das üppige Fell verfilzt normalerweise nicht. Sie haben den üblichen zweimaligen Fellwechsel und es gibt sie in den Fellfarben weiß, schwarz, braun, orange, grau gewölkt und andersfarben bzw. neufarben, was beige und gescheckt beinhaltet.

Man kann sie quasi „quadratisch – praktisch – gut“ gebaut und eher feingliedrig bezeichnen. Sie haben kräftige, gerade stehende Beine, die ihrem Gang zwar etwas eigenartig Staksiges geben, die sich aber prächtig zum Klettern und Steigen eignen. Und alle zeigen uns ein spitzes Fuchs ähnliches Gesicht mit großen Augen und immer gespitzten Ohren, denen nicht die kleinste Bewegung oder das leiseste Geräusch entgeht. Alle Spitze sind deshalb exzellente Wächter, reviertreu und Fremden gegenüber erst einmal misstrauisch, so wie es sich für einen guten Wächter gehört.

– Zwergspitze haben eine Schulterhöhe bis höchstens 22cm
– Kleinspitze bis 29 cm
– Mittelspitze bis 38cm
– Großspitze bis 50cm
– Wolfsspitze bis 55cm

Für Hundesport wie Agility, Mobility und Turnierhundesport sind sie genauso geeignet wie für lange Spaziergänge und Wandertouren oder Fahrradtouren im Körbchen, ohne jedoch ein Kilometerfresser und begeisterter Dauerrenner zu sein. Sie sollen das Wasser meiden, aber unsere Spitze schwimmen gerne, lassen sich auf der Luftmatratze, im Schlauchboot oder auf dem Schwimmbrett chauffieren. Dazu meistern sie jedes Hindernis und man kann ihnen natürlich auch Kunststücke beibringen, apportieren oder eine Futterfährte suchen lassen.

Fremden Hunden gegenüber sind sie eher abwartend umgänglich und überhaupt keine Raufer; Kindern gegenüber sind sie aufgeschlossen und von unendlicher Geduld. Ihre Bellfreudigkeit hält sich in Grenzen und ist Erziehungssache, auch wenn ihnen dies noch immer zusammen mit Giftigkeit nachgesagt wird. Solche Aussagen halten sich einfach sehr lange. Sie sind wirklich leicht erziehbar und das keinesfalls mit Gewalt. Zuwendung, Geduld, Lob und liebevolle Konsequenz sind da auf jeden Fall vorzuziehen.

Unsere Kleinspitze sind kleine Herzensbrecher mit sehr viel Charme und Esprit. Sie erreichen eine Schulterhöhe von 23 bis 29 cm, Zassy ist z.B. 24cm groß, bei einem Gewicht um die 3-4 kg und haben die Fellfarbe orange. Sie wachsen in unserem Langhaar Schäferhunde Rudel mit auf und werden optimal geprägt im Alter von ca. 10 Wochen an uns passende liebe Hundefreunde abgegeben.

Ganz wichtig ist uns dieser Schlusssatz bezüglich unserer Kleinspitzrasse:
„Sie müssen Hund bleiben dürfen – auch wenn sie noch so niedlich sind.“

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Als unsere Zassy mit fast 3 Jahren erwachsen geworden war und ihre eigenen Wege gehen wollte, mochte sie laut Carmen kein „Schüpfer Hexe Langhaar Schäferhund“ mehr sein, sondern lieber ein „Schüpfer Zwerge Kleinspitz“. Über diesen Wunsch konnten wir natürlich nicht einfach so hinweg gehen, schließlich zahlt sie ja genauso viel Hundesteuer wie unsere 4 Schäferhunde. (Vermutlich wird dies von der Größe, dem Pfotenumfang und der Kotabsatzberechnung abhängig gemacht oder ?)

Dazu hat sie eidesstattlich versichert, dass sie nach wie vor mit den Langhaar Schäferhunden freundschaftlich verbunden sein und sie bei eventuellen Streitigkeiten und Territorialauseinandersetzungen mit anderen Hunden weiterhin mit voller Kraft (und vor allem Stimme) unterstützen wird.

Da Carmen außerdem schon lange mit einer eigenständigen Kleinspitzzucht liebäugelte wurden die erforderlichen Weichen gestellt (Verwöhnen und Einwickeln von Hilmar, z.B. Schokoladepudding bis an sein Lebensende) und schließlich nach erfolgreicher Bestechung der Kleinspitzzwinger „von den Schüpfer Zwergen“ über den Kleinspitzzuchtverband im VdH angemeldet.

Somit ist Zassy nunmehr die „Gründungszuchthündin“ von den Schüpfer Zwergen und wurde am 7.2.2014 Mutter des A-Wurfes mit Arnie und Anschi. Es folgte der B-Wurf mit Baily, Barnie und Benno und der C-Wurf mit Charly, Coco, Chiwa und Cappuccino erblickte am 5.2.2016 das Licht der Welt.

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Darüber freut sich die neue Kleinspitz-Züchterin CarmenDSC_0540

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